Zum 100-jährigen Jubiläum der Passionsspiele St. Margarethen im Burgenland ließen sich die St. Margarethener etwas ganz Besonderes einfallen: Sie erzählten die Passion Christi erstmals aus weiblicher Perspektive.
So machten sich 65 Personen aus dem Seelsorgeraum Kaiserwald am Samstag, 13. Juni 2026 mit dem Bus auf in den Römersteinbruch im Burgenland. Unter dem Titel „Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“ erlebten sie ein beeindruckendes Werk.
Einige Jahre nach Jesu Tod blickten Maria Magdalena und der Evangelist Johannes zurück auf das Geschehen und erzählten die Geschichte aus ihrer Perspektive. Vom ersten Wunder Jesu bei der Hochzeit zu Kana, der Tempelreinigung, der Speisung der Fünftausend, der Heilung des Lazarus und vielem mehr war alles mit dabei. Die eigentliche Passion, vom Palmsonntag bis zur Grablegung und natürlich der Auferstehung durfte natürlich auch nicht fehlen.
Für einige Mitreisende waren es nicht die ersten Passionsspiele, die sie von den St. Margarethener Laiendarstellerinnen und -darstellern gesehen haben, aber durchaus die bisher berührendsten. Immer wieder die Perspektive zu wechseln, vom Geschehnis zu den Erzählenden, die auch einordneten und grübelten, tat dem Schauspiel sichtlich gut.
So kamen die Mitreisenden spät abends nach einem eindrucksvollen Tag wieder im Seelsorgeraum an. Ein Tag, der bestimmt noch lange nachwirken wird.