Wenige Tage vor Weihnachten, am Freitag, 20. Dezember 2024, trafen sich rund 50 Kinder und Erwachsene mit ihren Laternen am Bahnhof Premstätten-Tobelbad. Unser Ziel war die Pfarrkirche Tobelbad. Konrad Guggi von der Berg- und Naturwacht begrüßte gemeinsam mit Försterin und Waldpädagogin Martina Laubreiter und unserer Pastoralreferentin Ines Kvar voller Freude die große Schar. Auf dem historischen Weg durch den Kaiserwald erwarteten uns kurze Texte, wodurch wir über unsere Verbindung mit dem Wald nachdenken und uns untereinander austauschen konnten.
Nach einer guten halben Stunde erwartete uns schon das Team von Tobelbad am Kirchplatz mit Glühwein, Broten und Keksen, und zwei Bläser sorgten für besinnliche Klänge. Bei einer kurzen Andacht unserer Pastoralreferentin Ines Kvar waren wir alle eingeladen, eine Kerze zu entzünden. Dann machten wir uns auch schon wieder auf den Weg retour. Da es nun schon dunkel war, konnten die Lichter in unseren Laternen endlich ihre Wirkung entfalten und ließen eine sehr schöne Stimmung am Heimweg aufkommen. Am Ende hörten wir noch eine Geschichte über das Licht und lasen gemeinsam einen Text zur Dankbarkeit, bevor wir schlussendlich wieder am Bahnhof ankamen und sich unsere Wege wieder trennten. Und wer weiß, vielleicht treffen wir uns ja wieder, wenn es im nächsten Jahr wieder eine Laternenwanderung gibt.
Johannes Chum aus unserem Seelsorgeraum ist unter den Diakonkandidaten, die am 14. Dezember von unserem Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl zum Akolythat beauftragt wurden. Diese Beauftragung erfolgte im Rahmen einer Heiligen Messe in der Kapelle der Lebenswelten der Barmherzigen Brüder in Kainbach bei Graz. Der Gottesdienst bildete den Abschluss eines Studientages für die ständigen Diakone in Ausbildung zum Thema Commitment und Rolle der Diakone im Seelsorgeraum.
Akolythen (griechisch: „Nachfolger“) sind laut Kirchenlehre Helferinnen und Helfer des Diakons und Priesters am Tisch des Herrn (bei der Gabenbereitung oder zum Abräumen nach der Kommunion), die von der katholischen Kirche dazu bestellt sind, im Rahmen der Heiligen Messe liturgische Dienste auszuüben. Sie helfen beim Austeilen der Kommunion, bringen diese alten und kranken Menschen und dürfen das Allerheiligste zur eucharistischen Anbetung aussetzen. Außerhalb der Liturgie sind sie zur Förderung der aktiven und tätigen Teilnahme in der Gemeinde und zur Mitwirkung im Pastoralen Pfarrteam bzw. Pfarrgemeinderat angehalten.
Nach längerer Pause hat wieder ein Gebet um Heilung stattgefunden, dieses Mal erstmalig in der Pfarrkirche Premstätten. Etwa 40 Menschen haben vor Jesus zweieinhalb Stunden lang um Heilung gebetet und einen eucharistischen Einzelsegen bekommen.
LOSLASSEN gelingt leichter am Beispiel der Natur! Der ständige Wechsel von Entstehen und Vergehen zeigt uns das eindrucksvoll.
Im Rahmen einer spirituellen Wanderung von der Kaiserwaldkapelle aus machte sich das hauptamtliche Team gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den sechs Pfarren auf den Weg, um die eigenen Handlungen zu reflektieren und in den Austausch zu kommen, wie Loslassen im Seelsorgeraum gelingen kann.
Eine Stilleübung im Wald und das gemeinsame Unterwegssein ermöglichten neue „Geh-danken“. Die Försterin und Waldpädagogin Martina Laubreiter wies uns zum Beispiel darauf hin, dass in der Natur nichts verloren geht. Prozesse des scheinbaren Sterbens, wie beim Totholz erlebbar, sind notwendig, damit das Überleben für andere, wie Insekten, Käfer, Kröten und Larven, gesichert ist. Diese Verjüngung in der Natur, der ständige Wechsel von Entstehen und Vergehen kann uns helfen beim schwierigen Loslassprozess von Liebgewordenem oder einfach nur Vertrautem, wie er zurzeit in der Kirche einfach nötig geworden ist. Vieles hat sich verändert in den Pfarren, in den Strukturen, in den Hierarchien. Manches tut weh, anderes ermöglicht Neues, auch Besseres.
Im spirituellen Dialog übten wir das Zuhören und den Austausch darüber, was Nachdenklichkeit oder Ratlosigkeit auslöst, aber auch wo, Freiheit spürbar wird und die Kraft für Neues.
Eine gemeinsame Waldandacht rundete diesen gelungenen Ausflug in Dankbarkeit ab.
Eine neue Gedenkstätte für Sternenkinder wurde am Allerheiligen-Wochenende gesegnet. Unser Seelsorgeraum hat gemeinsam mit der Künstlerin Julia Maria Strohmeier-Vogl einen Trost- und Trauerort für betroffene Sternenkinder-Familien errichtet. „Es war für mich wichtig, eine Geschichte zu erzählen. Jede menschliche Seele reist auf der Erde an und kehrt wieder in die Heimat zurück“, sagt Julia Maria Strohmeier-Vogl zu ihrem Kunstwerk. Gesegnet wurde die Gedenkstätte von der Projektverantwortlichen, unserer Pastoralreferentin Ines Kvar, gemeinsam mit Ines Tobisch von der altkatholischen Kirche. Ein persönliches Statement der Sternkindermutter Elisabeth Kormann und die zarte musikalische Umrahmung des Duos Klangvisage berührten zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft, sowie die vielen betroffenen Sternenkinder-Eltern, die der stimmigen Segensfeier am Friedhof Lannach beiwohnten.
Wie lauft die Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung und die Spendung dieses Sakraments in unserem Seelsorgeraum im Jahr 2024/2025 ab? Diese Fragen wurden im Laufe des Firminformationsabends am 24. Oktober 2024 in der Veranstaltungshalle Lieboch beantwortet. Etwa 250 Personen, darunter sowohl Eltern, aber auch viele Firmkandidatinnen und -kandidaten, folgten der Einladung.
Natürlich war auch unser Firmspender Vikar Gerhard Hatzmann mit dabei. Er gab einen Impuls zum heurigen Thema „Du bist nicht allein!“ Durch den Abend führte unsere Pastoralreferentin Anja Asel, unterstützt vom Firmteam: Sr. Maria Leopold, Markus Koglek und Michael Fürnschuß.
Zusätzlich zu den Aktivitäten der Firmgruppen in den Pfarren sind unsere Pfarrbevölkerungen ganz herzlich bei der Jugendvesper am 14. März in Lieboch und den Firmungen am 31. Mai und 1. Juni in der Steinhalle Lannach willkommen!
Am Samstag, dem 5. Oktober 2024, feierten wir in der Pfarrkirche Premstätten einen ökumenischen Gottesdienst zum Thema „Reichtum vor Gott“.
Gastgeber der röm. kath. Kirche war Diakon Michi Zepf, der zusammen mit Esther Handschin (Evangelisch-methodistische Kirche) und Ines Tobisch (Altkatholische Kirche) den Gottesdienst zelebrierte.
In ihrer Predigt erläuterte Pastorin Esther Handschin, bezugnehmend auf das Evangelium (Lk 12,15–21), was „Reichtum vor Gott“ heißen kann. Einige Impulse: Gemeinschaft statt Egoismus, Solidarität für die Ärmsten, Verantwortung für die Schöpfung und Dankbarkeit für alles, was uns geschenkt wird.
Wofür bin ich besonders dankbar? In der Zeichenhandlung waren alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eingeladen, persönliche „Dankesworte“ aufzuschreiben und in die Erntedankkrone zu legen.
Das harmonische Miteinander spürte man besonders beim Friedensgruß, beim Glaubensbekenntnis, beim Segnen, beim Vaterunser-Kreis und beim Singen der schönen Lieder. Ein herzliches Danke an Johannes Chum und Ursi Schrei für die einfühlsame musikalische Begleitung!
Eine gute Tradition ist die Agape nach jedem ökumenischen Gottesdienst. Dabei kommt es immer zu netten Gesprächen und interessantem Gedankenaustausch – so auch dieses Mal in Premstätten.
Wir freuen uns auf den nächsten ökumenischen Gottesdienst am 23. November in Lieboch!